Offener Brief an die Verwaltungsspitze der Stadt Hofheim

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Sehr geehrter Herr Schultze, sehr geehrter Herr Philipp,

heute haben wir uns bei der Amprion-Veranstaltung im Gemeindezentrum Marxheim schlau gemacht, wie es hier mit den großen Eingriffen in unsere Heimat weitergehen soll.

Besonders missfallen hat uns dabei, dass wir feststellen mussten, dass von dem Konverterstandort F 9 eine Freileitung zum Umspannwerk geplant ist, die mehr als die Hälfte des Wegs bis zum Ortsanfang Marxheim hineingeht. Siehe hierzu unsere Fotos. Offensichtlich hat weder der vorherige Bürgermeister noch der zuständige Fachbereich es für nötig gehalten, Amprion darauf hinzuweisen, dass eine solche Leitungsführung äußerst kontraproduktiv ist, wenn wir Hofheim an dieser Stelle weiterentwickeln wollen.

Es besteht weitgehend Einigkeit, auch mit Teilen des Ortsbeirats und mit anderen Fraktionen, dass wir neben den beiden Flächen „In der Lach“ und „Wallau III Ost“ dringend weitere Gewerbeflächen entwickeln wollen und müssen, damit wir auf der Einnahmenseite langsam eine Entspannung und sogar eine signifikante Verbesserung hinbekommen. Hattersheim hat es uns vorgemacht. Eine früher noch unter dem Schutzschirm stehende Stadt hat sich prosperierend entwickelt, steht heute ausgezeichnet da und hat Gewerbesteuereinnahmen, die der Ortsgröße entsprechen und sogar schon wieder nennenswerte Rücklagen gebildet.

Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen und entschlossen und mit aller Kraft in weitere Gewerbegebietsentwicklungen hineingehen.

Der Standort zwischen dem BAB-Anschluss Weilbach und dem Ortsbeginn Marxheim ist so ideal, dass es selbst Laien auffällt und diese sich fragen, warum man nicht schon früher auf die Idee gekommen ist, genau dort Gewerbeentwicklungen anzuschieben. Die unmittelbare Nähe zum BAB-Anschluss liegt doch auf der Hand, kein Lkw wird zusätzlich durch Marxheim fahren und örtliche Verkehrssituationen verschlechtern! Die FDP Hofheim hat diesen Standort seit 2016 immer wieder nachdrücklich gefordert!

Bestimmt wollen Sie eine zweite Situation wie bei der Firma Heislitz verhindern, dieses Traditionsunternehmen musste nach Kriftel „auswandern“ und zahlt jetzt dort Gewerbesteuer, weil in Hofheim keine geeigneten Flächen zur Verfügung waren. Derzeit suchen unter anderem Heizung/Sanitär Wilhelm und Heizung/Sanitär Gräber dringend geeignete Flächen für eine moderne Betriebsstätte. Beide wollen unbedingt in Marxheim bleiben, weil sie hier verwurzelt sind. Aber wie in ganz Hofheim: Fehlanzeige, Hofem schlofem eben! Man scheint in der Verwaltung und in der Politik ganz vorzüglich zu schlafen!

Bitte helfen Sie mit, Hofheim zu retten und weiterzuentwickeln, das ist unser dringender Appell!


Bitte verlangen Sie von Amprion, dass diese ihre Planung dergestalt abändern, dass die Verbindung vom Konverter bis zur Umspannstation anders geführt wird, damit wir beginnend unmittelbar hinter dem Umspannwerk bis zum Ortsbeginn Marxheim die ganze Strecke zur Verfügung haben, um Hofheim endlich in die Zukunft zu entwickeln!

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Weber

FDP Hofheim